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Tierschutz in Patras_Der Weg dorthin_Header

Reisebericht 2025

09.01.2026

 

Unser Aufenthalt in Patras Ende Juni/Anfang Juli 2025 war überschattet von dem Tod unseres lieben Freundes Diddy, der am 23.06.2025 den Weg zu seinen geliebten Fellnasen Athina und Freddy in das Regenbogenland antreten musste.

Physisch war er nicht dabei, aber in all unseren Gedanken. Wie gerne wäre er wieder mit dabei gewesen!

Dieses Mal hatten wir im Vorfeld einen kleinen Aufenthalt in Athen eingeplant, bevor wir zu Maria nach Patras weiterreisen wollten. Am frühen Abend sind wir planmäßig gelandet, haben unseren Leihwagen in Empfang genommen und sind in das quirlige Athen gefahren.

 

Unser Hotel lag zentral nur wenige Bushaltestellen von der Akropolis entfernt, aber erschöpft von der Reise haben wir dann doch nur im Hotel zu Abend gegessen und nichts weiter unternommen.

Am nächsten Morgen sind wir dann am Parlament gestartet, haben uns mit dem Hop-on/Hop-off-Bus die schönsten Seiten von Athen und Umgebung angesehen, sind die Plaka rauf und runter, haben kühle Getränke und ein gutes griechisches Essen genossen.

Am Parlament haben wir dann diesen "Tanz" festgehalten (die armen Soldaten - es war unerträglich heiß an diesem Tag).

Am nächsten Morgen sind wir dann zeitig nach dem Frühstück Richtung Patras aufgebrochen und sind dort nach fast drei Stunden Autofahrt direkt von Maria mit einem leckeren Mittagsessen empfangen worden.

Anschließend sind wir zu unserer Unterkunft gefahren, haben die Koffer ausgepackt und sind erst einmal an den Strand gefahren, um abzukühlen.

Am nächsten Tag sind wir dann in die Pension von Lambros gefahren, um unsere nächste Pflegehündin Souzy (jetzt Bonny) kennenzulernen.

Sie war sehr schüchtern und ließ sich von uns kaum anfassen. Wer mag es ihr verdenken - wir waren ihr komplett fremd.

Hier sind mehr Bilder von der süßen "Wuchtbrumme" zu finden.

Auch dieser süße Knopf lebt bei Lambros in der Pension und hat sich sichtlich über die Abwechslung in Form eines  Fotoshootings gefreut.

Dieser Samttiger hat uns schon kurz nach unserer Ankunft in der Pension lautstark willkommen geheißen.

Ein süßer Fratz, der uns auf dem schmalen Zaun balancierend ganze Geschichten erzählt hat, wie man in dem Video hören kann. Ein extrem zutraulicher, zierlicher Kater, der jede Streicheleinheit genossen hat.

 

Schon vor unserer Reise haben wir eine Spende von unserer lieben Daniela erhalten, die wir nach unserem Ermessen vor Ort in Patras einsetzen sollten. Spontan haben wir beschlossen, mit dieser Spende den kleinen Kater kastrieren zu lassen. DANKE liebe Daniela!

Leider können in der Pension von Lambros nur wenige Tiere Unterschlupf finden, aber diese sind dort sehr gut aufgehoben. Das gesamte Grundstück ist dicht bewachsen und liegt dadurch im Schatten, der daraus resultierende Temperaturunterschied war schon stark spürbar. 

Lambros geht sehr liebevoll mit den Tieren um und sie dürfen sich dort regelmäßig frei bewegen.

Hier ein paar weitere Bewohner.

Direkt nach dem Besuch bei Lambros sind wir dann an den Strand in Drepano gefahren.

Schon beim Einparken ist uns ein Hund aufgefallen, der in der prallen Nachmittagssonne an der Kette lag. Wir haben ihn sofort in den Schatten gebracht und erst einmal Wasser angeboten, welches er dankend annahm.

Wir haben uns sofort in dem benachbarten Lokal erkundigt, wer den armen Kerl dort angekettet hat. Uns wurde gesagt, dass der Hund wohl dort am Strand lebt, aber die Gäste gestört hat und deshalb auf die anderen Straßenseite gebracht wurde. Einfach nur unglaublich! Maria hat getobt und damit gedroht, sofort die Polizei zu verständigen, wenn der Hunde noch einmal angekettet wird. 

Nachdem wir den offensichtlich schon alten Hund losgekettet haben, ist er sofort an seinen üblichen Platz in den Schatten gegangen und hat sich hingelegt. Das angebotene Futter hat er vor lauter Erschöpfung erst einmal nicht angerührt.

Von da an sind wir jeden Tag dort vorbeigefahren um zu kontrollieren, dass er nicht erneut irgendwo angekettet wird.

Am nächsten Tag haben wir uns dann auf den Weg zu der Pension von Sofia gemacht.

Der Weg zu den Hunden ist gesäumt von alten Olivenbäumen und für uns immer wieder mit schönen Emotionen verbunden, den wir konnten diesen schon mit einigen Hunden gehen - erst hinauf und dann später wieder hinunter in ein neues Leben.

Erneut so viele bekannte Gesichter...

Hier die blinde Heidi, die immer noch auf ihr Zuhause hofft.

Diese tolle Hündin heißt Krini, benannt nach dem kleinen Dorf in den Bergen, wo Ada sie gefunden hat.

Eine ganz aufgeschlossene und freundliche Maus, die aufgrund ihrer Größe es wahrscheinlich schwer haben wird, ein Zuhause zu finden. Sofia beschreibt sie als eine Seele von Hund mit einem wunderbaren Charakter.

Leider haben wir Anfang 2026 erfahren, dass das Mädchen an Krebs erkrankt ist und leider nicht mehr allzu lange leben wird. Manchmal ist das Leben einfach ungerecht.

 

Auf dem Rückweg haben wir noch kurz an dem Pet-Shop von Dora gehalten, um Futter für Marias Katzen und einige Medikamente einzukaufen.

Es ist immer wieder ein Erlebnis zu sehen, wie entspannt die Katzen dort auf der Theke trotz der Hektik um sie herum ihr Schläfchen halten.

Auch bei Maria Zuhause war gerade eher "Ausruhen" als "Erkunden" angesagt.

Am darauffolgenden Tag waren wir im städtischen Tierheim der Gemeinde Patras in Drepano.

Auch hier wieder so viele bekannte Gesichter, dass einem einfach nur das Herz blutet. Leider schaffen nur wenige Hunde den Sprung in ein neues Leben - es sind einfach zu viele und nur vereinzelte Tierschutzorganisationen, die sich um ihr Schicksal kümmern.

Weitere Hunde, die auf ein besseres Leben hoffen.

Tja, wie soll man ein jährliches Resümee ziehen, bei der Vielfalt der Erlebnisse?

 

Weitermachen und nicht nach hinten sondern nach vorne schauen!!!

Nicht aufgeben, auch wenn wir nach wir nach wie vor Probleme haben, Futter- und Sachspenden für die Nasen zusammen zu bekommen!!!

Uns freuen, dass wir so viele Menschen haben, die uns dabei unterstützen!!!

Die schwarz-weiße Hündin auf dem letzten Bild hatte nach unserer Rückkehr eine Verletzung am Vorderlauf, die Maria dank der finanziellen Unterstützung von unserer lieben Birgit behandeln lassen konnte. DANKE liebe Birgit!

 

Hier konnten wir dann auch Lenny zum ersten Mal aus seinem Zwinger holen und ein paar Schritte mit ihm gehen, damit wir uns schon einmal ein klein wenig besser kennenlernen konnten.

Bei einem der Langzeit-Insassen Cal ist uns dann eine Verletzung an der Pfote aufgefallen, er konnte kaum laufen und hatte offensichtlich Schmerzen. Die Verletzung war wohl schon älter und wurde bereits versorgt, aber es wollte sich keine Besserung einstellen.

 

Dimitri versprach, ihn so bald wie möglich zu der Tierärztin Eleni zu bringen, um dies nochmals medizinisch abklären zu lassen.

Wir planten, ein Schmerzmittel zu besorgen und am nächsten Tag vorbeizubringen. Auch die Kosten hierfür wurden von Birgit übernommen. Nochmals vielen lieben DANK!

Dann haben wir den imposanten Massimo näher kennengelernt, der sein Ausreise-Ticket schon in der Pfote hielt und bald nach Deutschland ausreisen sollte.

Auf dem Rückweg haben wir noch einen kurzen Stopp in der Tierarztpraxis von Mario eingelegt, um nach Carmen zu schauen.

Carmen ist schon seit längerer Zeit in der Pension von Sofia untergebracht. Dort hat sich dann irgendwann die Pfote entzündet, wollte trotz eingehender Behandlung einfach nicht heilen und Carmen humpelte nur noch auf drei Beinen durch ihr Leben.

Erst ein mehrwöchiger stationärer Aufenthalt in der Praxis von Mario war dann endlich von Erfolg gekrönt und wir haben eine agile und lebensfrohe Carmen erleben dürfen, die ihre Pfote wieder komplett belasten konnte.

Zwischenzeitlich lebt sie wieder bei Sofia und wartet immer noch auf ihre Familie.

Danach sind wir dann zur Universität in Patras gefahren, wo wir uns mit Ada verabredet hatten, um sie auf ihrer täglichen Fütterungsrunde zu begleiten.

Die Hunde dort haben ihr Auto schon von weitem erkannt und kamen sofort freudig auf sie zu.

Am nächsten Tag sind wir dann erst einmal erneut zu dem Pet-Shop von Dora gefahren, um das Schmerzmittel für Cal zu besorgen.

Wie immer ein Erlebnis - das ganze Geschäft ist ein Vergnügungs-Park für Hunde und Katzen - hier darf miteinander gespielt werden, was das Zeug hält.

Anschließend haben wir sie zu ihrem Haus begleitet.

Ada beherbergt neben zahlreichen eigenen Tieren auch immer wieder Pflegehunde und wir wollten von einer Hündin Fotos machen, damit sie hoffentlich bald von den richtigen Menschen in Deutschland gefunden werden kann.

Schock-verliebt waren wir auch in das kleine Kitten, welches sie vor wenigen Tagen im Abfall gefunden hatte. Das kleine Mäuschen musste alle paar Stunden gefüttert werden und wird dank der liebevollen Pflege von Ada zu einem wunderhübschen Samttiger heranwachsen dürfen.

Auf dem Rückweg sind wir dann noch eimal kurz zum Tierheim in Drepano gefahren, damit Cal sein Schmerzmittel bekommen konnte.

Der kommende Tag sollte mal ein "tierschutzfreier" Tag werden - die Betonung liegt auf "werden".

Wir fuhren mit der Fähre auf die andere Seite Richtung Nafpaktos und wollten einen entspannten Strandtag verbringen. Leider war es ein Sonntag und die wirklich schönen Strände dermaßen überfüllt, dass wir kurzerhand wieder zurück nach Patras gefahren sind, um an unserem Lieblingsstrand ein paar entspannte Stunden zu verbringen.

Bis Maria uns auf einen Beitrag bei Facebook aufmerksam gemacht hat. Ein winziger Hund, gerade so um die zwei Kilogramm, wurde in einem Dorf weit außerhalb von Patras auf einem eingezäunten Grundstück an der Kette gehalten, um auf die Hühner aufzupassen.

 

Zum Fressen wurde ihm ein Schafskopf und dreckiges Wasser zum Trinken angeboten. Schier unglaublich!

Er wurde dort weggeholt und befand sich bereits auf dem Weg zu Marias Haus. So haben wir in Windeseile unsere Sachen zusammengepackt und uns auf den Weg gemacht, um den kleinen Mann gebührend zu empfangen.

Komplet verfilzt und dreckig, aber augenscheinlich unversehrt und guter Dinge, wuselte der Kleine uns um die Beine. 

Wir haben ihn dann direkt zu der Tierarztpraxis von Gelly gebracht, wo er am nächsten Tag eingehend untersucht werden sollte.

Weitere Bilder...

Nach dem ereignisreichen Tag sind wir in der Abend-Dämmerung noch an den Hafen in Patras gefahren, um ein wenig Spazieren zu gehen.

Nach wie vor gibt es dort die liebevoll hergerichteten Häuschen für die freilebenden Katzen. Wir sind immer wieder glücklich zu sehen, dass sich die Menschen so sehr um die Samttiger bemühen und freuen uns, dass wir sie mit einem Teil unseres Katzenfutters dabei unterstützen können.

Am Montag haben wir Didy - so haben wir ihn kurzerhand nach unserem kurz zuvor verstorbenen Freund genannt - nochmals bei Gelly besuchen können.

So ein aufgewecktes, kleines Kerlchen! Wir haben im versprochen, ganz bald zu uns nach Deutschland zu reisen, um sich auf die Suche nach einer Familie gegeben zu können.

Das ist auch in Windeseile geschehen - Didy heißt jetzt Gismo, ist innerhalb von nur wenigen Wochen ausgereist und hat auch schon seine Menschen gefunden. Mehr Bilder sind hier zu finden.

Bei Maria Zuhause angekommen, erwartete uns ein lustiges Bild!

Nicht Karlsson vom Dach, sondern Bella und Frieda hießen uns mit lautem Gebell herzlich willkommen. 

Was haben wir gelacht...

Dann war auch schon der letzte Tag unseres Aufenthalts gekommen.

Der erste Weg führte uns erneut in das Tierheim in Drepano, um Lenny in die Pension von Lambros zu bringen. Er sollte den freigewordenen Platz von Bonny bekommen, die am Tag darauf mit uns nach Deutschland fliegen sollte.

Dimitri hat es sich nicht nehmen lassen, den kleinen Kerl persönlich zu unserem Auto zu bringen und hat sich ganz liebevoll von ihm verabschiedet.

In der Pension von Lambros angekommen, haben sich Bonny und Lenny kurz kennengelernt, bevor wir Bonny zu der Tierarztpraxis von Gelly bringen konnten.

 

Dort sollte sie für eine Nacht bleiben, bis sie mit den anderen ausreisenden Hunden mit dem Pet-Taxi zum Flughafen nach Athen fahren konnte.

Wir werden Lenny hoffentlich bald zu uns nach Deutschland holen können. Mehr Bilder von dem hübschen Kerl sind hier zu finden.

 

Anschließend haben wir uns nochmals mit Ada getroffen, um sie ein weiteres Mal auf ihrer Fütterungs-Tour an der Universität zu begleiten und uns zu verabschieden.

Am nächsten Tag sind wir schon sehr früh morgens nach Athen aufgebrochen.

Im "Gepäck" wieder jede Menge Eindrücke und die Hochachtung vor den Tierschützern, die sich jeden Tag auf ein Neues um die kleinen Seelen kümmern, die nicht für sich selbst sprechen können.

Wir können nur wenigen helfen, aber wenn man in die hoffnungsvollen Augen der kleinen Fellnasen schaut, weiß man genau wofür man kämpft - mit Euch an unserer Seite!

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